Die informelle Malerei entstand als Reaktion auf die ideologisch geprägten Malstile und die gesellschaftlichen Zwänge während des Zweiten Weltkrieges.

Unter dem Begriff Informel (frz. formlos) werden individuelle Haltungen in der abstrakten Malerei subsumiert. Es gibt kein Manifest oder keine allgemeinen Übereinstimmungen, es ist eine Bewegung mit individuellen Ansätzen zur Auflösung damaliger Formprinzipien. Der Akt der Selbsterkenntnis während des Malens, das Verhältnis von innerer und äusserer Wirklichkeit oder körperbewusste Gesten stehen im Vordergrund. Dynamik und Rhythmus bestimmen den Farbauftrag, gesteuert von Automatismen und dem Interesse bildhafter Wirkung. Die Gedankenvorgänge der Maler sind in den abstrakten Motiven verschlüsselt. Dieser Methodik liegt die Freiheit des Einzelnen als höchstes demokratisches Gut zugrunde. In der Ausstellung sind Werke des deutschen und französischen Informel sowie Folge- und Gegenströmungen aus der Sammlung Monauni zu sehen.

  • Öffentliche Führungen
  • Do, 24.10.2019
    18.00