• MäRZ 2019
  • Film

    Her

    von Spike Jonze, USA 2013, 126'

    Spike Jonze hat eine der wundervollsten und tiefsinnigsten Romanzen der Kinogeschichte erschaffen. Er erzählt von einer Liebe, die frei von jeder Körperlichkeit ist, die im Grunde abstrus erscheinen muss, die aber wahrhaftiger nicht sein könnte.

    Theodore Twombly verdient sein Geld als Autor handgeschriebener Briefe, die in der nahen Zukunft eine Seltenheit geworden sind. Programme haben die Schreibaufgaben der Menschen vollständig übernommen. Theodore lebt inzwischen alleine in einer Wohnung, die Scheidung mit seiner Frau nimmt ihn sichtlich mit. Beeindruckt von einer Werbung, kauft er sich ein neues Betriebssystem, das mit einer artifiziellen Intelligenz ausgestattet ist und ihn von nun an auf allen seinen Geräten begleitet. Nach dem Beantworten einiger persönlicher Fragen stellt sich das System als charmante Samantha (Stimme: Scarlett Johansson) vor. Sie ordnet nicht nur Theodores Mails, sondern unterhält ihn mit vielen Fragen über die Welt und das Leben. Durch Samantha beginnt der deprimierte Mann langsam wieder Freude zu empfinden – und verliebt sich in das Betriebssystem.

    In Kooperation mit dem Filmclub im Takino.

  • MAI 2019
  • Film

    That Uncertain Feeling

    von Ernst Lubitsch, USA 1941, 84'
    In Kooperation mit dem Filmclub im Takino.

    Die seit sechs Jahren glücklich verheiratete Frau eines passionierten Versicherungsmaklers leidet unter Schluckauf und Schlaflosigkeit, besucht deshalb ihren Psychiater und lernt ebendort einen exzentrischen Konzertpianisten kennen und lieben.

    Lubitschs Filme sind bevorzugt und zwingend um Dreieckskonstellationen komponiert: Bei einem Paar lassen sich nur zwei Situationen denken (sie lieben sich oder sie lieben sich nicht); bei einem Trio hingegen kann man nahezu endlos viele Varianten von Anziehung und Abstossung durchspielen.

    «Ausgehend von der Annahme, dass, wenn ein Ehemann seiner Frau nicht genügend Aufmerksamkeit entgegenbringt, sich bald ein anderer darum kümmern wird, geht Lubitschs That Uncertain Feeling das Problem in leichter und einzigartig satirischer Weise an.»
    Variety 31.12.1940