• AUGUST 2019
  • Film

    Rocco e i suoi fratelli

    von Luchino Visconti, IT 1960, 174', It/de
    In Kooperation mit dem Filmclub im Takino.

    «Nur auf den ersten Blick gehört Rocco e i suoi fratelli zum sozialkritischen Neorealismus von Viscontis Anfängen. Tatsächlich ist er ein Seitenstück zu Il gattopardo; nur dass Rocco im Mailand des 20. Jahrhunderts viel schneller zugrunde geht als der sizilianische Fürst in der bürgerlichen Revolution des 19. Jahrhunderts. Der Zuschauer erlebt oder besser: durchfiebert, was gleichzeitig kalt und traurig als Logik der Modernisierung entwickelt wird – dass es einen Emanzipationsgewinn durch Fortschritt nicht gibt, sondern im Gegenteil dem Individuum noch einmal ein bedeutendes Stück Selbstbestimmung auf dem freien Markt abgeschwindelt wird. Visconti braucht dafür keine Thesen; er hat alles in das Seelendrama zweier ungleich Scheiternder gelegt.»
    Jens Jessen, Die Zeit

  • SEPTEMBER 2019
  • Film

    Ladri di biciclette

    von Vittorio de Sica, IT 1948, 90', It/de
    In Kooperation mit dem Filmclub im Takino.

    «Einem Arbeitslosen wird das Fahrrad gestohlen, das er für den neuen Job als Plakatankleber braucht. Vergeblich durchstreift er mit seinem kleinen Sohn Rom, um die Diebe zu stellen, und wird schliesslich selbst aus Not zum Fahrraddieb. Lebendige Erzählweise, Sensibilität, menschliche Wärme und eine soziale Aussage ohne Sentimentalität machen den mit Laien an Originalschauplätzen gedrehten Film zum Meisterwerk des italienischen Neorealismus, das das  internationale Kino der 50er-Jahre nachhaltig beeinflusste.»
    Lexikon des Internationalen Films

    «De Sica schuf nicht nur einen Klassiker des Neorealismus, sondern einen der schönsten Spielfilme der Welt, bewundert gleichermassen von Orson Welles und Akira Kurosawa, Satyajit Ray und Yilmaz Güney.»
    Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum