Erstmals zeigt das Kunstmuseum Liechtenstein eine Auswahl aus dem umfangreichen Ferdinand Nigg-Konvolut der Sammlung Barbey-Schlegel, die sich seit diesem Jahr als Dauerleihgabe im Museum befindet.

Präsentiert werden zahlreiche Papier- und Stickarbeiten sowie eindrückliche Skizzen und Entwürfe des bedeutenden Liechtensteiner Künstlers, der grossteils im Verborgenen ein facettenreiches Werk schuf. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit lehrte er knapp 20 Jahre an der Kunstgewerbe- und
Handwerkerschule in Köln.

Ferdinand Nigg (1865–1949) gehört zu den Künstlern, die die Stickerei als Medium entdeckten und für die Umsetzung moderner Gestaltungsprinzipien fruchtbar machten. Die vielfältigen Kunstrichtungen, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten, sind in seinem Schaffen spürbar – gleichwohl ist es keinem dieser Stile zuzuordnen. Niggs gesamtes Werk fasziniert in seiner Virtuosität des Stickens und Zeichnens, mit der er seine existenziellen und spirituellen Themen umsetzte.