Dynamische Veränderungen ergriffen in den 1960er- und 1970er-Jahren alle Teile der Gesellschaft. In Italien war die Verflechtung zwischen Kunst, Lebenskultur und revolutionär-reformatorischen Bestrebungen besonders eng.

Die Ausstellung Entrare nell'opera. Prozesse und Aktionen in der Arte Povera beleuchtet umfangreich die performativen Ansätze, welche sich in der Kunst Italiens in diesem Zeitraum entwickelten. Es bildeten sich gerade im Umfeld der Arte Povera künstlerische Vorgehensweisen heraus, welche die vergängliche Aktion und das materialisierte Werk miteinander zu verbinden suchten. Erstmals rückt die Ausstellung den massgeblichen Zusammenhang von Aktion und prozessorientiertem Werk in den Fokus. Sie will die Vielfalt der Arbeits- und Erkenntnisprozesse vor Augen führen und die Besucher mit mannigfaltigen Materialien am lebendigen Aktionsfeld der Künste teilhaben lassen.

Die Ausstellung ist eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Nike Bätzner, Maddalena Disch, Christiane Meyer-Stoll und Valentina Pero.